RUBRIK | 1: Nachrichten

Schlagwörter | , ,

Bergbaubahn bald Geschichte

Online seit 9. April 2008 | Von Lutz Geißler

Wie der MDR in einem Hörfunk- und Videobeitrag gestern und vorgestern berichtete, steht die Bergbau- und Erlebnisbahn auf dem Gelände der Stadt aus Eisen, Ferropolis, in Gräfenhainichen (Sachsen-Anhalt) vor dem Aus. Die Verhandlungen zwischen dem FBA e.V., der das Grubenbahnfreiluftmuseum betreibt, und der Ferropolis GmbH über eine Verlängerung des Pachtvertrages sind gescheitert.

Damit muss nun der hoch verschuldete Verein seine Grubenloks und -wagen entweder verkaufen oder verschrotten. Besonders schmerzlich ist die Auflage, dass der Ursprungszustand des Geländes wieder hergestellt werden muss. Durch die Uneinigkeit beider Parteien verschwindet somit noch in diesem Jahr ein bedeutendes Stück Bergbauhistorie für immer auf dem Schrottplatz.

5 Anmerkungen zu diesem Beitrag

  1. Thies Schröder schrieb am 11. April 2008 um 11:48 Uhr :

    Da wurde leider nicht genau genug recherchiert: der Bestand an Bergbaubahnen wird durch den betreibenden Verein schon seit letztem Jahr verschrottet, mit der Kündigung des Pachtvertrages hat das nichts zu tun!
    Alle Angebote, die weitere Zusammenarbeit zu ermöglichen, wurden durch den FBE abgelehnt. Die Kündigung des Pachtvertrages wird nur als Vorwand herangezogen, um dem Museumsbestand als Schrott zu verkaufen.
    Thies Schröder
    Ferropolis GmbH

  2. Lutz Geißler schrieb am 11. April 2008 um 12:00 Uhr :

    Lieber Herr Schröder,
    wir haben uns in unserer Kurzmeldung auf den MDR-Bericht bezogen. Sollte dies den Eindruck fehlerhafter Recherche vermitteln, so möchten wir uns entschuldigen, sogleich aber an den MDR verweisen.
    Es freut uns, dass Sie als beteiligtes Unternehmen den Artikel aus Ihrer Sicht ergänzen. Vielen Dank.

    Lutz Geißler

  3. Frank Schulze schrieb am 16. April 2008 um 17:58 Uhr :

    Ich war von 2001 bis 2004 bei diesem Verein beschäftigt und auch Mitglied.
    Der Verein bzw. sein Vorsitzender hat schon mindestens seit 2000 Museumsstücke verschrottet oder verscheuert .
    Die hohen Schulden des Vereins kann ich so nicht verstehen. Der Verein hat bis 2004 in jedem Jahr ABM und SAM- Maßnahmen und die Sachleistungen von der Arbeitsagentur erhalten. Lohnkosten sind kaum oder gar nicht enstanden.
    Hätte der Verein wirklich diese hohen Schulden, so hätte er schon längst Insolvenz anmelden müssen.

    Meiner Meinung nach bereichert sich der Vereinsvorsitzende persönlich.

    Frank Schulze

  4. Lutz Geißler schrieb am 17. April 2008 um 05:56 Uhr :

    Ein Aspekt, der in der Presse bisher offenbar vernachlässigt wurde. Vielen Dank für die Sicht aus Ihrer Perspektive.

  5. Jörg Lehmann schrieb am 2. Juni 2008 um 06:42 Uhr :

    Es ist wirklich traurig, dass die FBA mit ihrem historischen Wagenbestand das Feld auf dem ehemaligen Tagebaugelände räumen muss, weil die Interessenlagen beim Hauptgesellschafter der Ferropolis GmbH, der Stadt Gräfenhainichen, dessen Bürgermeister, Herrn Harry Rüßbült, übrigens letzter SED-Kreissekretär in Gräfenhainichen, und dem Geschäftsführer der Ferropolis GmbH, Herrn Thies Schröder, der heute noch im Internet Eintrittskarten für das Chorkonzert aus Anlass des 400. Geburtstags von Paul Gerhardt am 16./17.09.2007 zum Verkauf anbietet, andere zu sein scheinen. Schon über Jahre wurde hier ein “Kleinkrieg” gegen die FBA geführt, der nicht zu übertreffen war. Vertragsangebote seitens der FBA an die Ferropolis GmbH zur Verlängerung des Pachtvertrages wurden von dieser einfach ignoriert. Und Herr Schulze, der sich in der heutigen “Mitteldeutschen Zeitung” als Lokführer der V 60 des neuen Betriebers der Bahn bei der Wiedereröffung der Verbindung zwischen Oranienbaum und Ferropolis bejubeln läßt, dürfte mit seinen Äußerungen wohl kaum recht haben, dass sich der Vereinsvorsitzende, Herr Vorpahl, bereichert haben soll. Würde ich Vorpahl heißen, hätte ich gegen Herrn Schulze, wegen dessen Äußerungen schon lange Strafanzeige gestellt. Hier scheint sich einer, der bei der FBA beschäftig war, wohl wegen des zu kurzen Beschäftigungsverhältnisses, zu weit aus dem Fenster gelehnt zu haben.

Schreiben Sie eine Anmerkung zum Beitrag

Sponsor werden

LINKS

LINKTIPPS

  • USA Reise zu den historischen Städten und Nationalparks mit Millionen von Jahren alten Felsformation Amerikas...