Es gibt Tage, an denen vermiest das Wetter alle Bemühungen, eine Veranstaltung durchzuführen. Es gibt Tage, da macht das Wetter eine Veranstaltung zu einem Erfolg. In unserem Falle, der Halleschen Museumsnacht am Institut für Geowissenschaften der Universität Halle, war wohl beides der Fall.
Am 17. Mai organisierte ein Hallenser Mitglied von frisep e.V. einen Stand zum Thema “Wir sind überall. Geo- und Montanwissenschaften in Ihrem Alltag”. Wir waren vertreten mit Postkarten, Plakaten, Broschüren, Gesteinen und Mineralen, einer anschaulichen Präsentation und zwei unserer Mitglieder. Unsere Ziele: Aha-Erlebnisse bei den Hallensern, den Verein in der Fachwelt bekannter machen und neue Mitglieder werben. All das ist uns geglückt, trotz und dank des schlechten Wetters.
Mittägliche Regenschauer hatten wohl viele Menschen vom Besuch des Geologischen Gartens im Hof des Geo-Instituts abgehalten – und damit auch von uns. Zwischen 18 und 21.30 Uhr fanden zu unserem Stand schätzungsweise 40 Menschen. Nach einem starken Schauer um 21.30 Uhr blieb unser Stand jedoch bis zum Ende der Museumsnacht um 24 Uhr völlig ohne Besucher. Die geringe Besucherzahl hatte aber auch ihr Gutes: es blieb Zeit, sich mit den wenigen Besuchern ausführlicher zu befassen. Erstaunlicherweise zeigte etwa die Hälfte reges Interesse an den vorgestellten Mineralen und Gesteinen, verlangte nach weiterführenden Informationen zu Geowissenschaften im Alltag oder interessierte sich gar für eine Mitgliedschaft im Verein. So kam es, dass wir nun auch ein Mitglied außerhalb jeglicher Geo- oder Bergbaufachwelt willkommen heißen können – ein wunderbares Ergebnis der Museumnacht, das uns ermöglicht, unsere Projekte mit sehr viel “unfachlicheren” Augen zu sehen, als bisher. Auch zwei Geowissenschaftler sind neu zu uns gestoßen.
Es hätte ein sehr erfolgreicher Abend werden können. Nun ist es ein im kleinen Rahmen erfolgreicher Abend geworden. Trotz der wenigen Besucher hat sich der Aufwand gelohnt. Kontakte nach Halle wurden geknüpft, neue Ideen ausgetauscht und – wir kommen wieder: am 4. Juli zur Langen Nacht der Wissenschaften – bei hoffentlich beständigerem Wetter.





