Heute Morgen hatte ich ein nettes Gespräch mit einem älteren Mann. Wie so oft steuerte das Gespräch auch darauf hinaus, was ich denn studiere. Ich sagte “Geologie” – und das mit bewusster Betonung des “G”. In dieser Hinsicht bin ich schon ein gebranntes Kind (wie wahrscheinlich die meisten Geologen). Was der sehr freundliche Mann zurückfragte? Natürlich: “Theologie?”.
Und da war er wieder, der Grund, weshalb es unseren Verein gibt, weshalb wir Plakate und Postkarten drucken lassen, Webseiten mit Informationen über die Geo- und Montanwissenschaften veröffentlichen oder an Schulen gehen.
“Nein, GGGGeologie”, wiederholte ich. Und er fragte zurück: “Das ist das mit den Steinen, nicht? Solang die Geologie und allgemein die Geowissenschaften “nur” mit Steinen in Verbindung gebracht werden, ist das an sich zwar schmeichelhaft und sicher besser, als gar keine Idee über den Begriff “Geologie” zu haben – aber solang ist es Aufgabe von uns als Verein und sicher auch eigenstes Interesse aller Geo- und Montanwissenschaftler, den Menschen den Sinn und den Nutzen unserer Disziplin für ihren Alltag näher zu bringen. Und das kann im ganz Kleinen beginnen – wie ein Gespräch mit einem älteren (sehr interessierten) Mann am frühen Morgen.



