Die Paläontologische Gesellschaft hat vor wenigen Tagen das Fossil des Jahres 2009 gekürt. Es ist der Juravenator starki, der im Jura-Museum Eichstätt ausgestellt ist.
Erst im letzten Jahr wurde das “Fossil des Jahres” ins Leben gerufen und scheint sich bereits recht gut etabliert zu haben, wie ein Blick in die Medienlandschaft zeigt. Im Gegensatz dazu schienen die Medien auf die Verkündung des Gesteins des Jahres (2007: Granit, 2008: Sandstein) durch den Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG) nur verhalten zu reagieren. Fossilien sind einfach medientauglicher.
Das Fossil des Jahres wird von einer Kommission aus einer Reihe von Vorschlägen ausgewählt. Die Vorschläge müssen bestimmte Kriterien erfüllen, von denen ein Wesentliches der “mediale Effekt” ist. Und das ist sicher nicht überraschend. Fossilien, Gesteine oder auch Böden des Jahres dienen vor allem einem – der Gewinnung von öffentlicher Aufmerksamkeit für die Geowissenschaften.




