“Alles Spat” – Sonderausstellung in Jena

Online seit 21. April 2009 | Von Lutz Geißler

Heute hat die Uni Jena in einer Pressemitteilung die Eröffnung einer neuen Sonderausstellung mit dem Titel “Alles Spat” bekanntgegeben. Die Ausstellung zeigt Minerale, die in ihrer deutschen Bezeichnung auf “-spat” enden, z.B. Kalkspat und Schwerspat.

Fluorit und Baryt aus Thüringen (Foto: Uni Jena).

Fluorit und Baryt aus Thüringen (Foto: Uni Jena).

Die Pressemitteilung:

Mit “Alles Spat” lockt die Mineralogische Sammlung der Friedrich-Schiller-Universität Jena ab dem 23. April Mineralienbegeisterte in eine neue Sonderausstellung. Die bergmännische Bezeichnung “Spat” steht für die deutliche Spaltbarkeit eines Minerals in mindestens einer Raumrichtung. So entstanden Namen wie Kalkspat, Flussspat und Feldspat. Häufig sind diese Späte erzbegleitend. Dass sie natürlich auch voll auskristallisiert sind und wunderschöne Mineralstufen ausbilden können, davon zeugt die Sonderausstellung mit ihren zahlreichen Objekten, die bis zum 3. September zu sehen ist.

Neben klassischen deutschen Bergbaurevieren wie Harz und Erzgebirge sind auch viele internationale Fundstellen vertreten. Neuzugänge aus den letzten Jahren werden neben historischen Stücken, z. B. Funden aus der Mitte des 19. Jahrhunderts in Südengland, gezeigt. Und wer noch nicht weiß, wofür Flussspat und Schwerspat heute Verwendung finden, der wird auch darauf eine Antwort in der Ausstellung bekommen. Gerne dürfen große und kleine Kinder einmal selbst Hand anlegen und die Spaltbarkeit testen.

Zu den gezeigten Besonderheiten gehören auch ein Becher aus Flussspat und das Vorstellen des Schweizer Fundgebietes, aus dem Abbe und Schott Ende des 19. Jahrhunderts natürlichen Flussspat für die Herstellung von Mikroskoplinsen abbauen ließen, sowie ein alter Becher aus Flussspat. Aber warum in die Ferne schweifen, auch in Thüringen wurde und wird Flussspat abgebaut. Dazu mehr in der Ausstellung – immer montags und donnerstags von 13-17 Uhr sowie nach Vereinbarung – in der Mineralogischen Sammlung des Instituts für Geowissenschaften der Universität Jena in der Sellierstr. 6.

Die Ausstellung richtet sich besonders an Schulen. Vom Lagerstättenbezug bis zu den physikalischen und chemischen Eigenschaften der ausgestellten Mineralgruppen werden auf Anfrage Sonderführungen für Schulklassen angeboten.

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