Bonner Doppelausstellung im Darwin-Jahr 2009: Sonderausstellungen im Goldfuß-Museum und im Museum Koenig vom 13. Februar 2009 – 24. Januar 2010

Online seit 18. Juni 2009 | Von Sabine Heine

Beide Ausstellungen ehren Charles Darwin (1809-1882), einen der berühmtesten Naturforscher unserer Zeit, und ergänzen sich thematisch indem sie sich unterschiedlichen Aspekten seines Werkes widmen. Anlass ist der 200. Geburtstag von Charles Darwin sowie der 150. Jahrestag der Veröffentlichung seines die moderne Evolutionstheorie begründenden Werkes “Über den Ursprung der Arten”.

„Charles Darwin – Geologe auf Weltreise”
Goldfuß-Museum im Steinmann-Institut der Universität Bonn

Die Ausstellung im Goldfuß-Museum widmet sich, in Zusammenarbeit mit dem Mineralogischen Museum, dem Universalgelehrten Darwin, der sich neben der Zoologie und Botanik auch intensiv mit Studien zur Geologie, Mineralogie und Paläontologie befasst hat.

Im Jahr 1831 stach der 22-jährige Darwin mit der HMS Beagle von Südengland aus in See zur Vermessung von Südamerikas Küsten. Die mehrjährige Expedition führte über Südamerika nach Australien und zurück über Südafrika nach England. An ausgewählten Beispielen werden die Forschungsstationen auf Darwins Weltreise beleuchtet.

Der junge Forscher beschrieb in dieser Zeit eine Vielzahl an Lebewesen, Fossilien und Gesteinen. Darwins Beobachtungen über Knochen ausgestorbener Tiere, über Minerale und Vulkane, und seine Theorien über den geologischen Aufbau von Kontinenten und die Entstehung von Gebirgen geben einen Einblick in die wissenschaftliche Denkweise vor fast 200 Jahren.

(siehe auch weiterer Artikel auf geonetzwerk.org)

„Darwin und die Entstehung der Arten“
Zoologisches Forschungsmuseum Koenig, Bonn

„Es ist, als ob man einen Mord gesteht“, kommentierte Charles Darwin das Erscheinen seines Buches “Über den Ursprung der Arten” vor 150 Jahren. Und er behielt Recht, denn kaum eine wissenschaftliche Abhandlung änderte so nachhaltig das Weltbild des Menschen: Indem Darwin die Vielfalt aller Lebewesen auf das Naturprinzip der natürlichen Selektion begründete, machte er seine Theorie unabhängig von der vorherrschenden religiösen Weltanschauung.

Doch welche Entdeckungen machte der Naturforscher auf seiner fünfjährigen Weltreise, die den 22jährigen Theologen so tief in seinem Glauben erschütterten? Welche Puzzlestücke sind es, die den Gelehrten nach zwanzigjähriger Detektivarbeit zur Beantwortung seiner Frage nach der Ursache für die Vielfalt des Lebens führen?

Diese und weitere Fragen werden, eingebunden in die damals vorherrschende Weltanschauung, in der Ausstellung beantwortet. Ausgewählte Aspekte der Evolutionstheorie werden anhand verschiedener, teils besonders wertvoller Objekte und interaktiver Medien anschaulich erklärt. Laufende Projekte des Forschungsmuseums unterstreichen die Aktualität der Evolutionstheorie und des wissenschaftlichen Werks von Charles Darwin.

Begleitet wird die Sonderausstellung von dem wissenschaftlichen Vortragsprogramm “Rund um Darwin und die Evolution”.

Ansprechpartner und Information
Sandra Kaiser, Goldfuß-Museum, Bonn
www.paleontology.uni-bonn.de/darwinausstellung.htm
Sabine Heine, Zoologisches Forschungsmuseum Koenig, Bonn
www.DARWIN.zfmk.de

(Hinweis: dieser Artikel erschien im Original in den Geowissenschaftlichen Mitteilungen “GMit”.)

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