Die UNESCO Global Earth Observation Section aus Paris wurde vom Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler (BDG) e.V. für ihr Engagement bei der Popularisierung geowissenschaftlicher Themen mit der Verleihung des Preises „Stein im Brett 2009“ am 27. Juni in Köln gewürdigt. Die Preisverleihung fand im Rahmen des 6. Deutschen Geologentages am 27. Juni in Köln statt. Der Preis wurde von Frau Margarete Patzak aus der UNESCO-Zentrale in Paris entgegengenommen.
„Die Aktivitäten der UNESCO – insbesondere der Global Earth Observation Section (vormals Earth Science Division) tragen in hervorragender Weise zum Verständnis und zur besseren Wahrnehmung der Geowissenschaften in der Öffentlichkeit bei“ so Dr. Ulrike Mattig, Vorsitzende des BDG.
Das von der UNESCO Global Earth Observation Section 2004 eingerichtete Global Network of National Geoparks unterstützt weltweit Regionen, die ihr geologisches Erbe in ein speziell ausgerichtetes Regionalentwicklungskonzept integrieren. Diese Strategie soll gleichermaßen den Schutz und die Nutzung von Geotopen fördern und setzt sowohl eine starke politische und finanzielle Unterstützung wie auch professionelle Managementstrukturen in der Region voraus. Damit wird erdgeschichtliches Erbe zu einem wichtigen Instrument, um die Öffentlichkeit für Fragen der nachhaltigen Entwicklung und Geowissenschaften zu sensibilisieren.

Margarete Patzak (rechts)aus Paris nimmt stellvertetend für die UNESCO Global Earth Observation Section den Stein im Brett von Dr. Ulrike Mattig entgegen. (Foto: Andreas Günther Plönes)
Derzeit sind weltweit 58 Geopark-Regionen Mitglied im Global Network of Geoparks, darunter sechs Regionen aus Deutschland wie zum Beispiel der Geopark Bergstraße, der mit seinen Eingangstoren, Infozentren, thematischen Geopark Pfaden und Geotopen sowie der 1995 von der UNESCO zur Welterbestätte erhobenen Fossilienlagerstätte Grube Messel den Besucher fesselt.
Das Global Geoparks Network bietet die Möglichkeit, Nationale Partnerschaften auch über Kontinente hinweg zu bilden. 58 Geoparks in 18 Ländern auf der ganzen Welt vernetzen sich so und stehen in einem aktiven Austausch. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Menschen, die in den Geopark-Regionen leben, wird der ganzheitliche Zielansatz der Geoparks in die Tat umgesetzt und zu einem lebendigen und dynamischen Prozess.
Seit dem Jahr 2002 – dem Jahr der Geowissenschaften in Deutschland – verleiht der Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler – stellvertretend für den gesamten Berufsstand der Geowissenschaftlerinnen und Geowissenschaftler in Deutschland – den Preis „Stein im Brett“. Dieser Preis ist mittlerweile die wichtigste Auszeichnung im Bereich der Geowissenschaften in Deutschland.
Die Liste der bisherigen Preisträger enthält bekannte Namen: neben der ehemaligen Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn den Wissenschaftspublizisten Prof. Ernst Waldemar Bauer, die Mäzenin Frau Dr. Erika Pohl-Ströher, das Wissenschaftsmagazin „GEO“ und den zuletzt geehrten Schriftsteller Frank Schätzing. Allen Personen und Institutionen gemeinsam ist ihre Leistung: sie haben sich um die Vermittlung, Wahrnehmung und Akzeptanz geowissenschaftlicher Zusammenhänge und Erkenntnisse in der Öffentlichkeit verdient gemacht und haben deshalb bei uns Geowissenschaftlern – im wahrsten Sinne des Wortes – einen Stein im Brett.



