Neben Preisträgern aus Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik und Neurowissenschaften wurde heute der Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft an den Geologen Christian Vollmer verliehen.
“Ich finde, jeder Wissenschaftler sollte mindestens einmal versuchen, verständlich über seine Arbeit zu schreiben.”

Verständlichkeit begeistert: Der Tschira-Preisträger Dr. Christian Vollmer (Foto: Max-Planck-Institut für Chemie Mainz)
Vollmer, Jahrgang 1977, studierte von 1999 bis 2005 an der Universität zu Köln Geologie und Paläontologie, hat sich zuvor jedoch zwei Jahre lang an der Universität Dortmund in Journalismus ausbilden lassen. Diesem Umstand ist es offensichtlich zu verdanken, dass er mit dem Artikel “Ein kosmisches Körnchen Wahrheit” (Anm.: erscheint in einer Sonderbeilage der Novemberausgabe des Wissenschaftsmagazins “bild der Wissenschaft“) den Tschira Preis erhalten hat. Der Beitrag fasst die Ergebnisse seiner in Mainz und Frankfurt entstandenen Dissertation mit dem Titel “NanoSIMS Analysis and High Resolution Electron Microscopy of Silicate Stardust Grains From Red Giant Stars and Supernova Explosions” auf leicht verständliche und Neugier weckende Weise zusammen.
In der Begründung der Jury heißt es u.a.:
Bereits der Vorspann seines Artikels weckt beim Leser Neugierde. Vollmer erfüllt diese Erwartungshaltung durch einen von Anfang bis Ende spannend geschriebenen Beitrag, der auch zeigt, dass in der Wissenschaft neben vielen technischen Herausforderungen immer wieder mit völlig unerwarteten Ergebnissen zu rechnen ist.
Dass der Wille zur verständlichen Aufbereitung geowissenschaftlich komplexer Themen nicht im Widerspruch zum eigenen wissenschaftlichen Anspruch steht, hat Christian Vollmer eindrucksvoll bewiesen. Im Juli 2009 wurde ihm der Preis der Freunde und Förderer der Goethe-Universität Frankfurt am Main für die beste diesjährige naturwissenschaftliche Arbeit an der Universität verliehen.
Vollmer war bereits im Jahr 2007 und 2008 als Co-Autor an mehreren populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen über sein Forschungsthema beteiligt.
Weitere Informationen zur Preisverleihung und dem Preisträger gibt eine Pressmitteilung.
Seit 2006 können sich Promovierte unabhängig von der Universität, an der sie promoviert haben, um den Preis bewerben. Dies bezieht auch ausländische Universitäten mit ein. Ausgezeichnet werden populärwissenschaftliche Artikel in deutscher Sprache.



