“Geologie ist auf Achse” – Österreich begeistert mit einem geowissenschaftlichen Roadshow-Truck

Online seit 2. November 2009 | Von Lutz Geißler

Österreich ist mittendrin im Internationalen Jahr des Planeten Erde und zeigt erneut Einfallsreichtum: derzeit tourt ein Roadshow-Truck äußerst medienwirksam durch das Land und vermittelt u.a. mit Experimenten, welche Bedeutung Minerale für unseren Alltag haben. Als Anregung für auch in Deutschland umsetzbare Aktionen sei nachfolgend die Pressemitteilung zitiert:

Von 27. Oktober bis 7. November 2009 tourt die Roadshow durch die österreichischen Landeshauptstädte. Während der Tour wird dem Besucher die faszinierende Welt der Minerale und Kristalle auf vielfältige Art und Weise näher gebracht und aufgezeigt, warum die moderne Welt ohne sie nicht funktionieren würde.

BM Dr. Johannes Hahn: „Modernes Leben kommt ohne Minerale und Kristal le nicht aus“

Eines von vielen Plakaten, die Österreich im Internation Year of Planet Earth auf die Bedeutung der Geowissenschaften aufmerksam machen.

Eines von vielen Plakaten, die Österreich im International Year of Planet Earth auf die Bedeutung der Geowissenschaften aufmerksam machen.

Minerale und Kristalle faszinieren die Menschen schon seit Urzeiten. Mit der Zeit hat der Mensch gelernt, sie geschickt einzusetzen und ihre interessanten Eigenschaften zu nutzen. In Österreich beträgt der Bedarf an mineralischen Rohstoffen jährlich über 100 Millionen Tonnen – umgerechnet auf den einzelnen Einwohner ergibt das einen Verbrauch von etwa 12 Tonnen pro Jahr. „Unser modernes Leben kommt ohne Minerale und Kristalle praktisch nicht aus – auch wenn uns das meist nicht bewusst ist. Nicht nur, dass unsere Computer und Handys mit ihnen funktionieren, sie sind auch wichtiger Bestandteil unserer Nahrung“, so Wissenschaftsminister Dr. Johannes Hahn. So arbeiten Computer auf Basis von Mikrochips, deren Funktion wiederum auf Kristallen aus dem Halbmetall Silicium beruht. Silicium kommt in dieser Form nicht natürlich vor, sondern wird aus dem Mineral Quarz gewonnen – dasselbe Mineral, das den Hauptbestandteil des Sandes ausmacht, mit dem wir Sandburgen bauen oder auf dem Beachvolleyball gespielt wird. Auch beim Schreiben, Malen und Lesen sind wir auf die Verwendung von Mineralen und Kristallen angewiesen: Wir schreiben mit Bleistiften aus dem Mineral Graphit auf Papier, das zu einem großen Teil aus Mineralen hergestellt wird, es weiß färben und zum Teil erst den Druck ermöglichen. Durch die Forschung werden immer neue kristalline Werkstoffe gefunden und verbessert, die in Zukunft unser tägliches Leben beeinflussen werden. Mit Hilfe von künstlichen Kristallen können heute schon kratzfeste Uhren, selbstkühlende Bierfässer oder geruchloser Katzenstreu hergestellt werden.

Warum ein Leben ohne Minerale nicht möglich ist und wie wesentlich ihr Einfluss auf das tägliche Leben ist, zeigt die Roadshow „Geologie ist auf Achse“. Die Show tourt vom 27. Oktober bis 7. November durch Österreich und macht jeweils einen Tag lang halt in den österreichischen Landeshauptstädten. Den Besucher erwartet halbstündlich eine Führung durch den Truck, wobei er mit Hilfe anschaulicher Erklärungen und Experimente viel Wissenswertes über Minerale und Kristalle erfährt. Der Truck verfügt über eine Gesamtausstellungsfläche im Innenbereich von 20 Quadratmetern und wiegt neun Tonnen.

Aber auch außerhalb des Trucks gibt es zahlreiche Diskussionsmöglichkeiten und interaktive Stationen. Die Roadshow wendet sich sowohl an Schulklassen als auch interessierte Laien. Initiator der Show ist der Wissenschaftskommunikationsexperte Mag. Robert Krickl, der nach dem Vorbild seiner bisher in Museen und Schulen sehr erfolgreichen Wanderausstellung „Die faszinierende Welt der Kristalle“ das Projekt im Rahmen des „Internationalen Jahr des Planeten Erde“ eingereicht hatte und vom Österreichischen Nationalkomitee für Geowissenschaften und dem Ministerium für Wissenschaft und Forschung mit der Durchführung beauftragt wurde. Das „Internationale Jahr des Planeten Erde“ wurde von der UNESCO im Zeitraum 2007 bis 2009 ausgerufen, mit dem Ziel verstärkt geowissenschaftliche Inhalte zu kommunizieren. Wissenschaftsminister Dr. Johannes Hahn unterstreicht: „Ich hoffe, dass sich viele Menschen vom Truck anlocken lassen und anhand von Experimenten Einblicke in diese faszinierende Welt bekommen. Die Roadshow soll einerseits über den Nutzen der Mineralogie informieren, andererseits aber gerade im heurigen UNESCO-Jahr ins Bewusstsein rufen, dass wir mit den Ressourcen unseres Planeten viel sorgsamer umgehen müssen.“

Die Roadshow macht an folgenden Tagen an folgenden Stationen halt:

  • 27. Oktober 2009 Wien, Museumsquartier / Ecke Mariahilferstraße
  • 28. Oktober 2009 Linz, Hauptplatz
  • 29. Oktober 2009 St. Pölten, südl. Rathausplatz
  • 30. Oktober 2009 Innsbruck, Burggraben/Franziskanerplatz
  • 31. Oktober 2009 Salzburg, Mirabellplatz/Congress-Garage
  • 2. November 2009 Feldkirch, Sparkassenplatz
  • 4. November 2009 Klagenfurt, Pfarrplatz
  • 5. November 2009 Graz, Tummelplatz
  • 6. November 2009 Eisenstadt, Esterhazyplatz
  • 7. November 2009 Wien, Universität Wien

Krönenden Höhepunkt der Roadshow bildet eine einzigartige Station bei der „Langen Nacht der Forschung“ am 7. November 2009 vor der Universität Wien, wo den Besucher zusätzlich zur Tour ein
besonders spannendes Rahmenprogramm erwartet.

Schreiben Sie eine Anmerkung zum Beitrag

Sponsor werden

LINKS

LINKTIPPS

  • USA Reise zu den historischen Städten und Nationalparks mit Millionen von Jahren alten Felsformation Amerikas...