Einrichtung einer Geschäftsstelle des Geopark Westerwald-Lahn-Taunus

Online seit 22. März 2010 | Von Geopark Westerwald-Lahn-Taunus

Die Vorbereitungsphase für den Geopark Westerwald-Lahn-Taunus ist nun abgeschlossen, der offizielle Startschuss fällt zum 01. April 2010.

Bereits am Freitag, 19.03.2010, wurde die offizielle Vereinbarung zur Gründung der Geopark-Geschäftsstelle, zwischen dem Lahn-Dill-Kreis als Vertreter der fünf beteiligten Landkreise und den Städten Weilburg und Braunfels unterzeichnet.

Der Unterstützung des Bürgermeisters Herrn Hans-Peter Schick aus Weilburg sowie der Verwaltungsspitze des Lahn-Dill-Kreises und des Landrats des Landkreises Limburg-Weilburg ist es zu verdanken, dass die beiden Städte Weilburg und Braunfels beauftragt werden, die Geschäftsstelle zu übernehmen. Bisher wurden die Fäden durch die Abteilungen für den Ländlichen Raum im Lahn-Dill-Kreis und im Kreis Limburg-Weilburg zusammen gehalten.

Ab dem 01. April 2010 wird die Geschäftsstelle dann offiziell in Weilburg, in Zusammenarbeit mit Braunfels, geführt. Weilburg und Braunfels liegen zentral im Geopark Westerwald-Lahn-Taunus und haben durch ihre ausgeprägte geologische Basis von Marmor, Schiefer, Basalt und Eisenerz eine besondere erdgeschichtliche Bedeutung.

Von dort aus wird zukünftig eng mit den Geopark-Infozentren und den fünf beteiligten Landkreisen, dem Landkreis Altenkirchen, dem Lahn-Dill-Kreis, dem Landkreis Limburg-Weilburg, dem Rhein-Lahn-Kreis und dem Westerwaldkreis, zusammengearbeitet.

Beim Unterzeichnen des Vertrages: Personen von links:  Sitzend: Wolfgang Hofmann ( 1. Kreisbeigeordneter des Lahn-Dill-Kreises), Wolfgang Schuster (Landrat Lahn-Dill-Kreis), Manfred Michel (Landrat Kreis-Limburg-Weilburg). Stehend von links: Detlev Lückel (1. Stadtrat Braunfels), Knut Rehn (Geschäftsführer der FMG Weilburg, Leiter der Braunfelser Kur GmbH), Bruno Götz (1. Stadtrat Weilburg), Wolfgang Keller (Bgm. Braunfels), Paul Hüsch (Tourismusbeauftragter Westerwaldkreis), Hans-Peter Schick (Bgm. Weilburg)

Beim Unterzeichnen des Vertrages: Personen von links: Sitzend: Wolfgang Hofmann ( 1. Kreisbeigeordneter des Lahn-Dill-Kreises), Wolfgang Schuster (Landrat Lahn-Dill-Kreis), Manfred Michel (Landrat Kreis-Limburg-Weilburg). Stehend von links: Detlev Lückel (1. Stadtrat Braunfels), Knut Rehn (Geschäftsführer der FMG Weilburg, Leiter der Braunfelser Kur GmbH), Bruno Götz (1. Stadtrat Weilburg), Wolfgang Keller (Bgm. Braunfels), Paul Hüsch (Tourismusbeauftragter Westerwaldkreis), Hans-Peter Schick (Bgm. Weilburg)

Das Ziel für die nächsten Jahre soll eine Zertifizierung als Nationaler Geopark sein. Eine solche Anerkennung zeichnet die geowissenschaftlich-archäologische, historische und kulturelle Bedeutung einer solchen Landschaft im überregionalen Kontext aus. Als Leitfaden für die Arbeit gilt das Geopark-Entwicklungskonzept des Instituts für Organisationskommunikation (IFOK).  Unter Einbindung der Leistungsträger sollen attraktive, buchbare Angebote für Touristen und interessierte Bürger entwickelt werden. Dabei gelten die Geopark-Infozentren vor Ort mit Ausstellungen und Erlebnisprogrammen rund um das Thema Geopark als zentrale Anlaufstellen für die Besucher. Darüber hinaus werden geologische Infopunkte und so genannte Geopfade – Themenwege mit geologischem Hintergrund – in ein umfangreiches Netzwerk eingebunden.

Durch den Geopark Westerwald-Lahn-Taunus werden neue Potenziale erschlossen und kombiniert, um dadurch die touristische Attraktivität der Regionen zu erhöhen und die regionale Identität zu stärken.

Der Verknüpfung von geologischen mit kult(o)uristischen Potenzialen wird bei der künftigen Arbeit besondere Aufmerksamkeit zuteil werden.

Hintergrund

Die Region Westerwald-Lahn-Taunus ist ein im wahrsten Sinne des Wortes „steinreiches Land“. Das Lahntal, heute eine der bedeutendsten hessischen Tourismusdestinationen, verbindet Westerwald und Taunus. Beide Mittelgebirge halten eine große Menge an geologischen und bergbaulichen Highlights bereit. Sowohl die erdgeschichtliche Entwicklung als auch die damit verbundenen kulturhistorischen Aspekte sollen in einem Geopark Westerwald-Lahn-Taunus erschlossen werden.

Für den Aufbau des Geoparks Westerwald-Lahn-Taunus engagieren sich bereits seit 2005 Persönlichkeiten aus Politik, Verwaltung und Gesellschaft im Rahmen einer länder- und kreisübergreifenden Initiative in Hessen und Rheinland-Pfalz. Mit der Einrichtung und dem fortlaufenden Betrieb des Geoparks soll neben der Stärkung der eigenen Identität insbesondere der nachhaltige Tourismus in der Region gefördert werden. Dazu werden geologische und kulturhistorische Besonderheiten der Region für den Publikumsverkehr attraktiv gemacht.

Im Einzelnen sollen mit der Einrichtung des Geoparks:

  • die erdgeschichtlichen, geologischen und kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten und Dokumente der Region erfasst und erlebbar gemacht werden,
  • das Engagement von Kommunen und Wirtschaft in der Region strategisch gebündelt werden,
  • der Geotourismus als Motor nachhaltiger wirtschaftlicher Entwicklung in der Region gefördert und in diesem Interesse Natur-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte miteinander verknüpft sowie auch neue technische Entwicklungen aufgezeigt werden,
  • das Bewusstsein und Heimatempfinden der Bevölkerung gestärkt und die Naherholungspotenziale herausgestellt werden,
  • Umweltbildung im Sinne von Ganzheitlichkeit und Nachhaltigkeit gefördert werden und
  • Lehre, Forschung und Weiterbildung in den Themenschwerpunkten des Geoparks angeregt und unterstützt werden.

Herausragende Sehenswürdigkeiten des Geoparks, die zu zentralen Info-Zentren des Geoparks entwickelt werden sollen, sind:

  • die Loreley (Rhein-Lahn-Kreis),
  • der Stöffel-Park (Westerwaldkreis),
  • das Keramikmuseum Westerwald (Westerwaldkreis),
  • das Landschaftsmuseum Westerwald (Westerwaldkreis),
  • das Bergbaumuseum Sassenroth (Landkreis Altenkirchen),
  • das Lahn-Marmor-Museum (Kreis Limburg-Weilburg),
  • die Kubacher Kristallhöhle (Kreis Limburg-Weilburg),
  • das Besucherbergwerk Grube Fortuna (Lahn-Dill-Kreis),
  • das Breitscheider Herbstlabyrinth (Lahn-Dill-Kreis).

Kontakt:
Geschäftsstelle Geopark Westerwald-Lahn-Taunus
Pressearbeit: Stefanie Krzyzniewski
Tel.: 06471-31468
Mail: s.krzyzniewski@weilburg.de

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