Erfolgreiche Konferenz von GeoUnion und DFG-Geokommission am 19. und 20. April 2010 in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Berlin.
Die Berliner Konferenz „EnergieMix 2050“ war ein großer Erfolg! In verschiedenen Themenfeldern beleuchtete sie die Rolle der Geowissenschaften für die zukünftige Energieversorgung und stellte einen wichtigen Beitrag der deutschen Geowissenschaften zum Wissenschaftsjahr 2010 „Die Zukunft der Energie“ dar. Über 300 Teilnehmer/innen verfolgten interessiert die Fachvorträge und Diskussionsrunden und äußerten sich am Schluss höchst zufrieden über die gelungene Veranstaltung.
Führende Experten referierten in fünf großen Themenblöcken über Fragen der Energiepolitik, mit denen die Geowissenschaften vorrangig zu tun haben: Verfügbarkeit fossiler Energieträger, Potenziale und Grenzen erneuerbarer Energiequellen, darunter insbesondere der Geothermie, Speicherung von CO2 im Untergrund, die Problematik der Endlagerung radioaktiver Abfälle aus der Kernenergienutzung sowie neue Energiekonzepte, vor allem im Umgang mit Wasser und im Verkehr (mit einem Beitrag über Elektromobilität). Bei den fossilen Energieträgern wurde schwerpunktmäßig auch die Nutzung von Erdöl und Erdgas der Arktis, die Bedeutung von Shale-Gas (Gas in Schiefern und anderen Tongesteinen) in Europa sowie die Gasgewinnung aus Methanhydraten im Meeresboden vorgestellt. Am Schluss der Tagung stand die Diskussion darüber, wie die Struktur der Energieversorgung in Deutschland im Jahr 2050 aussehen kann.

Konferenz "EnergieMix 2050"
Organisiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Rolf Emmermann, Präsident der GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung, und Prof. Dr. Gerold Wefer, dem Vorsitzenden der Geokommission der Deutschen Forschungsgemeinschaft, unter Mithilfe der Geschäftsstellen der beiden Institutionen. Der ausgedehnte Teilnehmerkreis bildete eine ausgewogene Mischung aus geowissenschaftlichen Experten von Hochschulen und Forschungsinstituten, Vertretern aus Medien, Wirtschaft und Politik sowie interessierten Privatleuten. Daneben waren viele Studierende (der Geowissenschaften und benachbarter Disziplinen) zur Tagung gekommen sowie mehrere Schülergruppen, die sich zum Teil gezielt auf die Veranstaltung vorbereitet hatten.
Neben den durchweg exzellenten und hervorragend dargebotenen Vorträgen lag ein wesentlicher Grund für den Erfolg der Konferenz darin, dass im Anschluss an die Vorträge jedes Themenkomplexes stets genügend Zeit blieb für eine lebhafte Diskussion mit reger Beteiligung des Publikums. Darüber hinaus trugen auch die stimulierende Umgebung in der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften sowie die sehr gute Veranstaltungstechnik zur positiven Atmosphäre auf der Tagung „EnergieMix 2050“ bei.




Vielen Dank an die Organisatoren dieser Veranstaltung! Ich habe durchwegs interessante Beiträge gehört und dabei auch neue Aspekte kennengelernt. Die Diskussionen am Ende der Themenblöcke waren eine gute Idee. Als angehender Geograph fehlte mir allerdings die Sicht eines Geographen. Außerdem waren manche Meinungen in Bezug auf erneuerbare Energien oder den “Hoffnungsträger” Fusionsenergie meiner Meinung nach nicht zeitgemäß.