„Kupfer und Kupferminerale“ – Sonderausstellung in Freiberg

Online seit 9. Juni 2010 | Von Andreas Massanek

„Kupfer und Kupferminerale“ heißt die neue Sonderausstellung der Geowissenschaftlichen Sammlungen der TU Bergakademie Freiberg, die am Donnerstag, den 10. Juni um 17.30 Uhr mit einem kleinen Kolloquium im Großen Hörsaal des Abraham-Gottlob-Werner-Baus der TU Bergakademie Freiberg in der Brennhausgasse 14 eröffnet wird.

Plakat der neuen Sonderausstellung„Kupfer und Kupferminerale“ an den Geowissenschaftlichen Sammlungen der TU Bergakademie Freiberg

Plakat der neuen Sonderausstellung„Kupfer und Kupferminerale“ an den Geowissenschaftlichen Sammlungen der TU Bergakademie Freiberg

Mit zwei Vorträgen werden die Besucher in die Thematik eingeführt. Prof. Jens Gutzmer, der Inhaber des Lehrstuhls für Lagerstättenlehre und Petrologie an der TU Bergakademie Freiberg, spricht über den für die Rohstoffversorgung überaus bedeutenden Kupfergürtel Afrikas. Über das aktuelle Thema der möglichen Kupfergewinnung in der Lausitz informiert der ehemalige Dezernatsleiter des Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe Brandenburg (LBGR) in Kleinmachnow, Herr Dr. Jürgen Kopp. Im Anschluss an die Vorträge kann  die neue Sonderschau im Foyer der Geowissenschaftlichen Sammlungen besichtigt werden.

Den Auftakt bildet eine Vitrine im Treppenhaus, in der eine Auswahl der wichtigsten genetischen Typen der Kupferlagerstätten vorgestellt wird. In den zehn Pultvitrinen des Foyers befinden sich mehr als 150 Exponate aus der Mineralogischen Sammlung der TU Bergakademie Freiberg und der Pohl-Ströher-Mineralienstiftung. Gediegenes Kupfer von allen Kontinenten beeindruckt in seiner mannigfaltigen Ausbildungsform: kristallin, derb, blechförmig oder dendritisch. Wichtige primäre Kupfererzminerale, wie zum Beispiel Chalkopyrit, Chalkosin, Bornit, Tetraedrit und Tennantit nehmen einen großen Teil der Ausstellung ein. Farbenprächtig geht es dann bei den sekundären Kupfermineralen der Oxidationszone zu: hier dominieren die Farben Blau (z.B. Azurit, Chalkanthit, Chrysokoll, Türkis) und Grün (z.B. Malachit, Brochantit, Atacamit, Dioptas). Die Exponate stammen sowohl von aktuellen Fundstellen als auch von klassischen Lokalitäten. Bei letztgenannten Stufen kann man an Hand der zugehörigen historischen Etiketten die Herkunft des Stückes nachvollziehen.

Die Ausstellung ist montags bis donnerstags von 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr und 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet und noch bis 30. Juni 2011 zugänglich.

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