Ausstellung in München: Die Erde im Visier – Die Beobachtung des Systems Erde aus dem Weltraum

Online seit 26. Juli 2010 | Von Simon Schneider

Die vom Forschungs- und Entwicklungsprogramm GEOTECHNOLOGIEN und dem Museum Mensch und Natur in München realisierte Ausstellung „Die Erde im Visier“ wird Ende Juli 2010 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und ab Februar 2011 an weiteren Standorten in Deutschland gezeigt.

In vier Modulen erhalten die Besucher der Ausstellung einen Einblick in die satellitengestützte Beobachtung der Erde. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse werden mit interaktiven Exponaten, Hands-on-Installationen, PC-Animationen und großformatigen Satellitenaufnahmen dargestellt. Die Kombination von Satellitenbildern und Anwendungsbeispielen lässt den Besucher die Erde so aus einer neuen Perspektive entdecken.

Die Erfassung des Systems Erde aus dem Weltraum ist eine wichtige und notwendige Stütze für die globale Gesellschaft. Dabei stehen neben geopolitischen und ökologischen Fragen auch wissenschaftliche Themen im Fokus der Sensoren. So trägt der globale Blick dazu bei, die komplexen Wechselwirkungen zwischen den Sphären – der Bio-, Hydro-, Atmo- und Geosphäre – zu analysieren und ermöglicht Einblicke in das Zusammenspiel von Mensch und Planet.

Ausstellung in München: Die Erde im Visier – Die Beobachtung des Systems Erde aus dem Weltraum

Ausstellung in München: Die Erde im Visier – Die Beobachtung des Systems Erde aus dem Weltraum

Im Mittelpunkt stehen dabei das Klimasystem der Erde, das Umweltmonitoring sowie die Rohstoffsuche mit Hilfe der Fernerkundung und die Analyse von Potentialfeldern wie dem Schwerefeld oder dem Magnetfeld der Erde.

Highlight der Ausstellung sind dabei Hands-on-Exponate, die den Besucher z.B. erleben lassen, wie das Auf und Ab von Satelliten bei ihrem Umlauf um die Erde entsteht, original Kameramodule von Wetter- und Erdbeobachtungssatelliten oder das Live-Tracking von Satelliten im All.

Gesellschaftliche und kulturelle Herausforderungen an die globale Gesellschaft aufzeigen, Wechselwirkungen und Zusammenhänge besser verstehen und somit die Menschen handlungsfähig und entscheidungssicher machen – dies sind die Ziele der Ausstellung „Die Erde im Visier“.

Hierzu wird von den Organisatoren zusätzlich ein Begleitprogramm angeboten, das sich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6 bis 13, Pädagogen sowie alle Neugierigen richtet. Mehr zum Begleitprogramm, zu Führungen, den Inhalten oder den Standorten finden Sie auf den Webseiten der Ausstellung unter www.dieerdeimvisier.de

Museum Mensch und Natur, Schloss Nymphenburg, 80638 München
museum@musmn.de, www.musmn.de
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr, Abendöffnung Donnerstag bis 20 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag 10 bis 18 Uhr
Dauer der Ausstellung: 27. Juli 2010 bis 9. Januar 2011

Simon Schneider, Potsdam
Gilla Simon, München

(Hinweis: dieser Artikel erschien im Original in den Geowissenschaftlichen Mitteilungen “GMit”.)

1 Anmerkungen zu diesem Beitrag

  1. Hans Eckhard Offhaus schrieb am 9. Dezember 2010 um 17:34 Uhr :

    Die Beobachtung, bzw. die Vermessung der Erde vom Satelliten aus ermöglicht eine umfassende Sicht auf geotektonische Vorgänge des Erdkörpers. Die Geologen sind verpflichtet, eine umfassende Auswertung der Messdaten zur Erkenntnisgewinnung in der Geologie gewährleisten zu können.
    Das natürlich geschlossene System liefert mit dem geologischen Binärsystem die Grundlage, die Identität geologischer Bewegungen der Erdkruste mit physikalischen Bewegungen nachzuweisen, was die konsequente Anwendung mathematischer Grundlagen in der Geologie erfordert. Diese theoretisch vorhandenen Möglichkeiten konnten bisher von namhaften Geologen und Forschern nicht im erforderlichen Umfang wahrgenommen werden, weil das notwendige Bindeglied zwischen Geologie und Physik bzw. zwischen Geologie und Mathematik fehlte. Das natürlich geschlossene System beseitigt diesen Mangel mit einem sehr einfachen Modell, das man als apodiktisch bezeichnen kann.
    Die duale Proportionalität des natürlich geschlossenen Systems ermöglicht neben der geometrischen Darstellung der strukturellen Verhältnisse der Erdkruste, entsprechend den bisher gegebenen theoretischen Möglichkeiten, zusätzlich noch die arithmetische Behandlung der Messdaten.
    Das natürlich geschlossene System ist kompatibel mit dem Standartmodell der Plattentektonik, dieser kommt es in der Aussage von innen nach außen entgegen.
    Nach meiner Auffassung ist das natürlich geschlossene System eine unverzichtbare Grundlage zur umfassenden Auswertung und Interpretation von Satellitendaten, die geologische Strukturen der Erdkruste betreffen.

1 Zitate zu diesem Beitrag

  1. Ausstellung in Karlsruhe: Die Erde im Visier – Die Beobachtung des Systems Erde aus dem Weltraum | geonetzwerk.org schrieb am 3. März 2011 um 17:32 Uhr :

    [...] werden in dieser durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mitfinanzierten Wanderausstellung präsentiert. Zeitgemäße interaktive Exponate und Installationen sowie [...]

Schreiben Sie eine Anmerkung zum Beitrag

Sponsor werden

LINKS

LINKTIPPS

  • USA Reise zu den historischen Städten und Nationalparks mit Millionen von Jahren alten Felsformation Amerikas...