Online seit 5. Oktober 2011 | Von Alexander Nützel
Das Paläontologische Museum München hat diesen Sommer die neue Sonderausstellung „Harte Schale – Weicher Kern: Die Entwicklungsgeschichte der Mollusken“ eröffnet. Sie präsentiert interessante Aspekte und Fossilien aus der 500 Mio. Jahre langen Geschichte der Weichtiere. Die Ausstellung zeigt ausgestorbene Gruppen der Weichtiere wie zum Beispiel Ammonshörner (Ammoniten) und Belemniten (Donnerkeile) ebenso wie uralte, aber heute noch lebende Gruppen. Die Exponate stammen aus den Beständen der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie München und wurden in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Paläontologie und Geobiologie der LMU sowie dem GeoBio-CenterLMU zusammengestellt. Weiterlesen
Online seit 29. September 2011 | Von Jan-Michael Ilger
Am Pfingstwochenende dieses Jahres fand in Dassel (Landkreis Northeim, Niedersachen) ein besonderer Kurs für Pilzsammler und Pilzsammlerinnen aus dem gesamten Bundesgebiet statt. Während des dreitägigen Seminars für fortgeschrittene Hobby-Mykologen wurde eingehend über die unterschiedlichen hypogäisch lebenden Pilzarten aus Mitteleuropa beripchtet. Als Hypogäen fasst man all jene Pilze zusammen, die ihre Fruchtkörper unterirdisch ausreifen lassen ohne zur Oberfläche durchzubrechen. Ungeachtete ihrer höchst unterschiedlichen systematischen Zugehörigkeit werden sie im deutschen Sprachraum auch landläufig als „Trüffeln“ im weitesten Sinn bezeichnet. Die wenigsten Arten sind jedoch von kulinarischem Wert. Besonders begehrt hingegen sind die wenigen „Edeltüffel“-Arten aus der Gattung Tuber, welche Höchstpreise von mehreren tausend Euro pro Kilogramm erzielen. Trüffeln sind Mykorrhizapilze, d.h. sie leben in Symbiose mit spezifischen Baumarten. Sie benötigen aber zum Wachstum auch ganz besondere Bodenverhältnisse. Und hier kommen die Geowissenschaften ins Spiel: Die allermeisten Pilzsammler hatten sich zuvor kaum Gedanken dazu gemacht, dass es überhaupt verschiedene Bodentypen gibt, die sich chemisch und mineralogisch signifikant unterscheiden. Eine wichtige Rolle für das Pilzwachstum spielen dabei der Karbonatgehalt und die Bodenacidität. Weiterlesen
Online seit 29. April 2011 | Von Volker Wrede
Identität durch Rohstoffe
Es gibt nur wenige Regionen in Europa, in denen sich der enge Zusammenhang zwischen dem geologisch bedingten Vorkommen von natürlichen Ressourcen und der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung so klar aufzeigen lässt, wie im Ruhrgebiet: Das Ruhrgebiet in seiner heutigen Form geht weder auf eine historische territoriale Einheit zurück, noch stellt es einen einheitlichen Landschaftsraum dar. Die kulturelle Grenze zwischen Rheinland und Westfalen verläuft durch das Ruhrgebiet, drei Regierungsbezirke haben Anteile am Ruhrgebiet und geographisch gehören Teile zum Rheinischen Schiefergebirge, Teile zum Münsterland und zum Niederrheinischen Tiefland. Verbindendes und Identität stiftendes Element ist allein die wirtschaftliche Entwicklung der letzten ca. 200 Jahre, in der sich aus einem vorwiegend dünn besiedelten, ländlich geprägten Raum in kurzer Zeit ein Zentrum der Montan- und Schwerindustrie mit heute rund 5 Millionen Einwohnern entwickelte. Grundlage dafür waren die natürlichen Ressourcen, die hier in außerordentlicher Vielfalt und Menge auftreten. Weiterlesen
Online seit 12. Januar 2011 | Von Elmar P. J. Heizmann
Wie ein 200 km langer, etwa 40 km breiter Riegel zieht sich die Schwäbisch Alb als verkipptes Juraplateau vom Hochrhein im Südwesten bis zum Nördlinger Ries im Nordosten quer durch ganz Südwestdeutschland. Gegen Nordwesten wird sie von der mehrere hundert Meter hohen Steilkante des Albtraufs begrenzt, gegen Südosten durch den Verlauf der Donau, die in etwa das Abtauchen der Juraschichten unter die Ablagerungen des Molassebeckens markiert. Diese naturräumliche Abgrenzung, die Vielfalt ihrer geologischen Erscheinungen und ihr Fossilreichtum sind Voraussetzungen, die sie für einen Geopark prädestinieren. Weiterlesen
Online seit 5. August 2010 | Von Rüdiger Stritzke
An dieser Stelle ist wiederholt über das Bemühen berichtet worden, geowissenschaftliche Inhalte wieder in den Schulunterricht insbesondere in Nordrhein-Westfalen zu implementieren. Es gelingt hier und da erfolgreich, doch sind wir weit davon entfernt, dass dieses Wissen flächendeckend in Schulen vermittelt werden könnte. Dagegen stehen in erster Linie die Lehrpläne, insbesondere diejenigen für den Erdkundeunterricht. Weiterlesen
Online seit 16. Juli 2010 | Von Angela Ehling
Gastgeber für das nunmehr 5. Arbeitstreffen der „Steine-in-der-Stadt-Enthusiasten“ waren das LWL-Museum für Naturkunde in Münster sowie der Westfälische Naturwissenschaftliche Verein. Weiterlesen
Online seit 27. Juni 2010 | Von Lutz Geißler
Online seit 19. März 2010 | Von Lutz Geißler
Ein Resümee zum Internationalen Jahr des Planeten Erde aus deutscher Sicht. Von Dr. Wolfgang Eder, Dr. Christof Ellger und Dr. Lutz Möller. Weiterlesen
Online seit 7. Januar 2010 | Von Hans Hagdorn
Seit 25. Juli 2009 ist das Muschelkalkmuseum Ingelfingen nach einem dreiviertel Jahr Schließung wieder der Öffentlichkeit zugänglich – mit fast verdoppelter Ausstellungsfläche. Dafür wurde das zweite Stockwerk im Dachgeschoss der Ingelfinger Inneren Kelter zu einer Galerie der Lettenkeuper-Fossilien ausgebaut. Weiterlesen
Online seit 6. Januar 2010 | Von Heinz Furrer
Massenaussterben waren Katastrophen für die meisten Tiergruppen, überraschend vielen boten sie jedoch auch eine Chance. Sie kurbelten die Evolutionsraten an und führten zu neuen Formen und größerer Vielfalt der Überlebenden. Forschungsteams des Paläontologischen Instituts und Museums der Universität Zürich zeigen in der Sonderausstellung und im gleichnamigen Buch die Eigenschaften verschiedener Massenaussterben und analysieren deren Ursachen. Weiterlesen