Kunststoffe
... ein Quasi-Monopol des Erdöls
Kunststoffe sind untrennbar mit Erdöl verbunden. Keine Einkaufstüte, keine Computertastatur, keine Verpackungen, Trinkflaschen, keine leichten Brillengläser oder Turnschuhe ohne Erdöl. Erdöl wird nach dessen Förderung in aufwendigen chemischen Verfahren in verschiedene Produkte gewandelt. Eines davon ist "Naphtha", ein Erdöldestillat. Naphtha dient als Ausgangsstoff für die Herstellung von Kunststoffen, die in einer unglaublichen Vielfalt unseren Alltag beherrschen. Zusätzlich kommen beispielsweise als Füllstoffe andere Rohstoffe wie Kalkstein
Kalkstein - er wird überwiegend in Steinbrüchen gewonnen und ist oft reich an Fossilien zum Einsatz.

Bildinfo Auch in Deutschland wird noch Erdöl für viele Alltagsprodukte gefördert. Obwohl die deutsche Erdölgewinnung nur etwa drei Prozent zum deutschen Gesamtbedarf beiträgt, lohnt sich der Abbau - zum Beispiel auf der Bohrinsel Mittelplate in der Nordsee oder auf der Ostseeinsel Usedom (Foto). Auf Usedom, genauer gesagt auf der Halbinsel Gnitz, kann man so genannte Pferdekopfpumpen in Aktion sehen. Geowissenschaftler erkunden Erdöllagerstätten mit aufwändigen Verfahren, zum Beispiel indem sie winzige, Millionen Jahre alte Fossilien untersuchen oder schwache künstlichen Erdbeben ("Seismik") auslösen, deren Schallwellen an Erdölreservoiren anders reflektiert werden als im Nebengestein.
Versuchen Sie sich auszumalen, wie Ihr Alltag aussehen würde, ohne Kunststoffe. Damit dies nicht so schnell passiert, erkunden Geowissenschaftler mit ausgeklügelten Methoden und intensiver Grundlagenforschung zukünftige Erdöllagerstätten. Übrigens ist Naphtha auch der Stoff, aus dem Benzin produziert wird. Wir sind überall.
Die Initiative "Wir sind überall" wird vom Netzwerk für geowissenschaftliche Öffentlichkeitsarbeit betreut und kooperiert mit
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