Musik

... der Klang der Erde

Ohne Geowissenschaften klänge die Königin der Instrumente, die Orgel, nur halb so voll. Die Dixieland Band würde stumm durch die Straßen ziehen: Denn ZinnKassiterit
Kassiterit (Zinnstein) ist einer der wichtigsten Zinnrohstoffe (Mineral aus den Staatlichen Naturhistorischen Sammlungen Dresden, Museum für Mineralogie und Geologie).
und BleiGalenit
Galenit, zu deutsch "Bleiglanz", ist ein weit verbreitetes Bleimineral, das unter anderem im Erzgebirge jahrhundertelang bergmännisch gewonnen wurde.
für die metallenen Orgelpfeifen oder KupferAzurit und Malachit
Die Minerale Azurit (blau) und Malachit (grün) enthalten das wertvolle Kupfer.
und ZinkZinkblende
Zinkblende (Sphalerit), wie hier im Bild als Gang im Gestein, ist ein wichtiges Zinkmineral.
, aus dem das blinkende Messing der Trompeten und Posaunen besteht, wird von den Bergleuten aus der Erde geholt. Nur wenige Instrumente kommen ganz ohne metallene Bauteile aus.

Und auch in Zeiten der modernen Musik ist auf "Geo" nicht zu verzichten. In der heutigen Bühnentechnik mit ihren Mikrofonen, Verstärkern, Lichtanlagen und meterlangen Kabelrollen stecken Unmengen an Kupfer. Computerchips aus SiliziumSilizium
Silizium (im Bild: Silizium-Einkristall) wird aus dem Mineral Quarz gewonnen, das z.B. in Sand vorkommt.
stecken in Keyboards, Mischpulten und MP3-Playern. Selbst die CD entsteht letztlich aus ErdölErdöl
Erdöl wird, wie im Bild, auch noch in Deutschland gewonnen - hier auf der Insel Usedom
.

Der Klang einer E-Gitarre verhallt ohne Verstärker binnen Sekunden nahezu unhörbar, erst mit dem Strom geht auf Rock- und Pop-Konzerten die Post ab. Dieser Strom kommt in Deutschland derzeit zu über 50% aus KohleKohle
Kohle, in Deutschland vor allem Braunkohle, ist einer der wichtigsten Energierohstoffe und dient zugleich als Rohstoff für die chemische Industrie
kraftwerken.

Die menschliche Stimme braucht den Geowissenschaftler eigentlich nicht, doch erinnern Bergmannslieder an das Leben der Bergleute in früherer Zeit. Wenn sie demnächst also irgendwo ein "Glück auf, der Steiger kommt" hören oder einfach nur das Radio einschalten, wissen Sie: Wir sind überall.

(Text: Maria Foltyn)

Die Initiative "Wir sind überall" wird vom Netzwerk für geowissenschaftliche Öffentlichkeitsarbeit betreut und kooperiert mit

Logo von geoberg.deLogo der RVBLogo der DMGLogo des BDGLogo der DGGLogo der GVLogo der TU Bergakademie FreibergLogo der GDMBLogo der TU ClausthalLogo von geo-leo.deLogo der GSSPELogo von geoversum.info