Den Rohstoffen auf der Spur
Martin Grießmann forscht in Australien

Hallo Martin! Stelle dich unseren Lesern bitte kurz vor.
Ich heiße Martin Grießmann und habe von 2001 bis 2007 an der TU Bergakademie Freiberg studiert. Für meine Diplomarbeit über eine Baryt-Kupfer-Gold-Lagerstätte war ich 2006 schon einmal in Süd-Australien. Dadurch fiel mir die Entscheidung leicht, für eine Doktorarbeit wieder in diese Region zu gehen. Nun promoviere ich also an der University of Adelaide, South Australia.
Du schreibst also deine Doktorarbeit auf dem Gebiet der Lagerstättengeologie. Was genau erforscht du?
Ich untersuche Gold-Buntmetallvererzungen in den Adelaide Hills, unweit von Adelaide. Ich möchte verstehen wie, wann und warum sie sich gebildet haben. Dazu untersuche ich die mineralogische und geochemische Zusammensetzung der Erze und Nebengesteine, ich mache Isotopenanalysen, ich schaue mir einzelne Minerale unter Licht- und Elektronenmikroskopen an, ich studiere die Tektonik und vieles mehr.
Wozu ist deine Arbeit nötig und was für eine Rolle spielt sie für uns im täglichen Leben?
Meine Arbeit soll dazu beitragen, die Suche nach neuen Lagerstätten zu erleichtern. Wenn man weiß, wie und warum Vererzungen in einer Region entstehen, kann man auch Vorhersagen treffen, wo sich weitere Vorkommen befinden könnten. Für den Alltag bedeutet dies letztendlich, die Versorgung mit Rohstoffen sicherzustellen. Meine Arbeit ist aber auch zum Teil Grundlagenforschung, mit der das Verständnis über die geologischen Vorgänge in den Adelaide Hills wachsen soll.
Warum interessierst du dich für die Geo- und Montanwissenschaften?
Das liegt wohl in der Familie, mein Vater ist Mineraloge. Aber die Entscheidung Geologie zu studieren war relativ spontan, nur einige Wochen vor Studienbeginn. Aber es war eine goldrichtige Entscheidung.
Wenn du die Möglichkeit hättest, würdest du eine andere Berufsrichtung wählen?
Nein. - Einmal Geologe, immer Geologe.
Vielen Dank!
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