Erdöl
... mehr als nur ein Brennstoff
Jeder kennt Erdöl. Und doch wieder nicht. Wir wissen, dass Erdöl die Grundlage aller herkömmlichen Treibstoffe ist. Und dass es immer knapper wird - ein Fakt, der auf alle Bodenschätze früher oder später zutrifft und mit der Tatsache zusammenhängt, dass wir Menschen nicht in geologischen Zeiträumen, also über Jahrmillionen hinweg, leben und sich die Rohstoffe nicht so schnell nachbilden können, wie wir sie verbrauchen.

Bildinfo Erdöl wird nicht nur auf Bohrplattformen im Meer, sondern auch auf Land gewonnen. Wie hier auf der Halbinsel Gnitz auf Usedom. Das Bild zeigt die dort noch tätigen Pferdekopfpumpen, die die geringen Erdölvorkommen Deutschlands fördern.
Erdöl ist eine organische Substanz, die über Jahrmillionen aus auf den Meeresboden gesunkenem und biogeochemisch umgewandeltem Plankton besteht. Gesammelt hat es sich im Laufe der Erdgeschichte in geologischen Fallen im Untergrund, aus denen heute das Erdöl gefördert wird.
Erdöl hat erheblich zu unserem Wohlstand beigetragen. Es ist Grundlage der Energiegewinnung, Grundlage unserer schnellen Fortbewegung und Grundlage fast aller Kunststoffe. Es begegnet uns in jeder Plastiktüte, in Büromaterialien, Folien, Verpackungen, Fußböden, technischen Geräten und in vielen anderen alltäglichen Gegenständen. Sollte uns das Erdöl wirklich einmal ausgehen, wird es schwierig sein, für all seine Anwendungen Ersatz zu finden. Wenn wir also unachtsam Plastikverpackungen in den Restmüll werfen, werfen wir auch für immer einen großen Teil Erdöl weg.
Erdöl hat noch ganz andere Verwendungsmöglichkeiten. Es ist Grundlage der organischen Chemieindustrie. Aus ihm entstehen Arzneimittel, Farben und Lacke, Dünger und Textilien, Nahrungsmittel und Baustoffe.
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