Gold
Wie Schmuck den Bergbau fördert
Gold ist ein Bodenschatz, der den bergmännischen Abbau kaum lohnen würde, wenn die Menschheit nicht so fasziniert davon wäre. Gold ist ein sehr seltenes Element und dementsprechend schwierig und teuer sind die Lagerstättensuche und der Abbau. Der überwiegende Teil des gewonnenen Goldes, immerhin 60 Prozent, wird direkt zu Schmuck verarbeitet - kein Problem, da Gold im Gegensatz zu fast allen anderen Bodenschätzen bereits gediegen, also in elementarer Form, in der Natur auftritt.

Bildinfo Das Bild zeigt ungefähr 15 Unzen Gold. Das ist ungefähr ein halbes Kilogramm des wertvollen Rohstoffs. Der Mini-Goldbarren ist das Produkt eines ersten Aufschmelzens der Golderze und muss in weiteren Schmelzprozessen mehrmals von Verunreinigungen befreit werden. Interessant ist, dass sich der Goldbergbau ohne die Schmuckindustrie nicht lohnen würde. Die Schmuckträger verhelfen dieser Bergbausparte also zu ihrem Dasein.
Jahrtausende lang wurde Gold für nichts anderes verwendet, als für Schmuck, Münzen, Kunst und Architektur. Heute kommen breitere Anwendungsgebiete hinzu. So werden in der Elektronikbranche beispielsweise Leiterplattenelemente, Steckverbindungen und Kontaktflächen vergoldet, um Korrosion zu verhindern und die Kontaktgabe zu verbessern. Außerdem können aus Gold Drähte für die Verbindung von Chips und Anschlüssen in Schaltkreisen gezogen werden. Bestimmte Laserspiegel, die im Infrarotbereich arbeiten, sind mit Gold bedampft.
Selbst die Lebensmittelindustrie hat Gold für sich entdeckt. Sei es Blattgold in hochprozentigen alkoholischen Getränken oder als Verzierung auf Pralinen. Auf der Zutatenliste steht dann jedoch nicht Gold, sondern seine Lebensmittelzusatzstoffbezeichnung E175.
30 Prozent des weltweit abgebauten Goldes gehen als Goldbarren in nationale und private Depots oder als Goldmünzen in den Umlauf. Oftmals handelt es sich dabei nicht um reines Gold, sondern um Goldlegierungen. Das sind Mischungen aus Gold und anderen Metallen, zum Beispiel Silber und Kupfer. Legierungen sollen das Gold fester und polierfähiger machen. Andererseits verliert es dadurch auch an seiner Korrosionsbeständigkeit, seiner typischen Farbe und am Preis.
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