Indium
Im Flachbildschirm daheim
Haben Sie einen Flachbildschirm? Oder ein farbiges Handy-Display? Dann hatten Sie bereits mit Indium zu tun. Es ist ein äußerst seltenes Metall, von dem in 20 Tonnen Gestein im Durchschnitt nur ein Gramm steckt. Indium-Lagerstätten sind auf der Erde rar. In Deutschland jedoch gibt es mindestens eine. Sie befindet sich unter dem sächsischen Freiberg. Dort, an der Bergakademie Freiberg, wurde das Element Indium im Jahre 1863 auch entdeckt. Es kommt fast nie gediegen vor, sondern überwiegend als Bestandteil von Sphalerit, einem bedeutenden Zinkrohstoff.

Bildinfo Die auf dem Bild gezeigte Zinkblende, auch Sphalerit genannt, ist sehr reich an Indium. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass die größten Mengen Indium aus diesem Mineral gewonnen werden. Allerdings ist Indium nur das Nebenprodukt. Eigentlich wird aus Sphalerit das Metall Zink gewonnen.
Indium wird fast ausschließlich zu chemischen Verbindungen weiterverarbeitet. Dabei wird aus deutlich mehr als der Hälfte des bergmännisch gewonnenen Indiums Indiumzinnoxid produziert, das die Grundlage aller Flachbildschirme und Displays ist. Außerdem besteht die Speicherschicht einer wieder beschreibbaren CD-Rom unter anderem aus Indium und auch Solarzellen kommen ohne das unedle Metall nicht aus. Wird Indium mit anderen Metallen wie Wismut, Cadmium, Zinn oder Blei legiert, findet es Verwendung in Thermostaten, Sprinkleranlagen und Sicherungen.
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