Salz

Aus der Erde in die Suppe

Salz ist für unser Leben essentiell und doch nur selten direkt greifbar. Entweder verdampfen wir aufwändig Meerwasser oder wir nutzen riesige Lagerstätten unter unseren Füßen. Deutschland ist eine der führenden Nationen, wenn es um Salzbergbau geht. Zwei Arten werden abgebaut: das Steinsalz und das Kalisalz.

Steinsalz

Bildinfo Ein durchsichtiger Steinsalzkristall aus einem deutschen Salzbergwerk. So kommt das Salz aus dem Bergwerk. Es muss nur noch aufgemahlen werden und schon ist es bereit, um uns auf das Butterbrötchen oder das Frühstücksei zu rieseln.

Das gewonnene Salz wird nur zu sehr geringen Mengen als Speisesalz verkauft, wobei einzig das Steinsalz dafür geeignet ist. Ob Nudelwasser, das Frühstücksei, Backwaren oder Sonntagsbraten - überall darf die Prise Salz nicht fehlen. Nicht umsonst war Salz vor langer Zeit wertvoller als Gold. Ein Großteil des Salzes wird im Winter gegen vereiste Straßen eingesetzt. Kalisalz kommt als Düngemittel der Landwirtschaft oder unseren Zimmerpflanzen zu Gute und ist gleichzeitig Rohstoff der chemischen Industrie. Auch die Medizin profitiert vom Salz. Denken wir nur an die berühmte Kochsalzlösung.

Das Salz, das der Bergbau gewinnt, entstand vor vielen Jahrmillionen in langsam verdunstenden Meeren. Dieser Verdunstungsprozess kann sich mehrmals wiederholen, nachdem das Meeresbecken wieder mit Wasser gefüllt ist. So entstehen hunderte Meter mächtige Salzablagerungen, die später durch Sande und andere Sedimente überdeckt werden. Durch die Auflast beginnt sich das Salz zu verformen und steigt als Diapir pilzförmig in Richtung Erdoberfläche. In Norddeutschland gibt es unzählige solcher Diapire, in deren Randbereichen sich oftmals auch Kohlenlagerstätten gebildet haben.

Die Initiative "Wir sind überall" wird vom Netzwerk für geowissenschaftliche Öffentlichkeitsarbeit betreut und kooperiert mit

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