Silber

... der Bakterientöter

Obwohl Silber etwa 20 Mal häufiger vorkommt als Gold, zählt es mit durchschnittlich 0,08 Gramm Silber pro einer Tonne Gestein zu den sehr seltenen Elementen unserer Erde. Gewonnen wird Silber häufig als Nebenprodukt von Blei-, Kupfer- und Zinkerzen, aber auch aus eigenständigen Silbermineralen.

Silberlocken

Bildinfo Das Foto zeigt natürlich entstandenes Silber. Aufgrund der besonderen Form bezeichnet man dieses Silber auch als Silberlocken. Solche Locken sind äußerst selten und besonders teuer. Normalerweise kommt Silber weniger gediegen als vielmehr in Minerale gebunden vor und ist Ziel der geowissenschaftlichen Erkundung und des Abbaus durch den Bergbau.

Silber ist das am häufigsten verwendete Edelmetall. Abgesehen von Silbergeschirr und -besteck, wird es aufgrund seiner guten Leitfähigkeit zur Herstellung von elektrischen Kontakten, Drähten, Elektroden und anderen Bauteilen genutzt. Seine Bedeutung als Währungsmetall hat Silber heute verloren, da der Preis weit unter dem von Gold liegt. Da Silber sehr weich ist, kann es nur durch Zugabe anderer Metalle (Legierungen) zu Schmuck verarbeitet werden. Die Legierung aus Quecksilber und Silber dient unter dem Namen Amalgam als Zahnfüllung.

Für Spiegel, z.B. im Badezimmer, wird Silber auf Glas aufgedampft. Silbersalze können zudem Glas und Keramik gelb färben. Weiterhin werden Silberverbindungen aufgrund ihrer Lichtempfindlichkeit für hochwertige Fotopapiere verwendet. Auch in medizinischen Salben wird Silber eingesetzt, da es bakterientötende Eigenschaften hat. Diese Eigenschaften werden zum Teil auch genutzt, um keimtötende Keramiken und Kunststoffe, Textilien oder Oberflächen von Küchengeräten zu entwickeln.

Auch der Sport kann nicht ohne Silber. Jeder Zweitplatzierte erhält eine Medaille dieses zweitedelsten Metalls. Musikinstrumente wie Querflöten bestehen aus Silber, da es einen sehr warmen Klang von sich gibt und leicht zu verarbeiten ist. Auch Lebensmittel können mit Silber als Farbstoff E174 in Berührung kommen, zum Beispiel Pralinen oder Liköre.

Die Initiative "Wir sind überall" wird vom Netzwerk für geowissenschaftliche Öffentlichkeitsarbeit betreut und kooperiert mit

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