Wer sind wir?
Geo- und Montanwissenschaftler
An dieser Stelle möchten wir uns gern vorstellen - in welchen Fachgebieten wir arbeiten und wo wir überall tätig sind.
Geologen
Geologen arbeiten sehr vielseitig! Sie erkunden die physikalischen Eigenschaften, den Aufbau und Zusammensetzung, Struktur und Prozesse unseres Planeten. Sie versuchen die Entwicklungsgeschichte von Gebirgen wie dem Himalaya, den Anden oder den Alpen zu verstehen. Wie, wie oft und wo entstehen Erdbeben - und wie gefährlich können diese für die Zivilisation sein (Seismologie)? Wo kann es zur Bildung von Lagerstätten kommen (Erdöl, Erze, Salze)? Wie gut ist der Untergrund zum Bau einer Talsperre oder Brücke geeignet (Ingenieurgeologie/Geotechnik)? Eine wichtige Aufgabe in der heutigen Zeit ist es, die weltweite Trink- und Nutzwasserversorgung einer stetig wachsenden Bevölkerung sicherzustellen (Hydrogeologie). Dafür ist es notwendig, alte Wasserquellen zu pflegen und neue Wasserreservoire zu entdecken.
Mineralogen
Mineralogen beschäftigen sich mit der chemischen Zusammensetzung und den physikalischen Eigenschaften von Mineralen und Gesteinen, wobei die Minerale die Bausteine der Gesteine sind. Mineralogen haben eine facettenreiche Arbeit und haben zahlreiche Berührungspunkte mit den Materialwissenschaften. Wer sich für die Wissenschaft Chemie begeistern kann, ist in der Mineralogie genau richtig! Mineralogen spielen eine große Rolle um Entwicklungsprozesse von Gesteinen und Erzlagerstätten (Gold, Eisen, Kupfer, etc.) zu verstehen. Außerdem sind sie unverzichtbar für die Beurteilung der Qualität dieser Rohstoffe, deren Gewinnung sowie technischen Verarbeitung, z.B. zu Werkstoffen oder elektronischen Bauteilen für Mobiltelefone.
Geoökologen
Auf der Erde greifen die Kreisläufe von Wasser, Luft, Gestein und lebenden Organismen eng und untrennbar ineinander. Die Aufgabe der Geoökologen ist es nun, diese Prozesse und die Einflüsse des Menschen darauf zu untersuchen. Dabei schauen sie beispielsweise, wohin und wie viel Regen fällt (Meteorologie), wie er versickert und schließlich als Quelle wieder zu tage tritt (Hydrogeologie). Sie beobachten, wie der Bach oder Fluss seine Landschaft gestaltet (Hydrologie), wie er Stoffe aus Luft, Boden oder Zuflüssen aufnimmt (Limnologie) und welche Kleinstlebewesen, Tiere und Pflanzen sich deshalb dort ansiedeln (Ökologie und Mikrobiologie). Daraus können sie ablesen, wo und wie der Eingriff des Menschen zu Schäden führt - für die Umwelt und letztlich auch für sich selbst. Die Aufgabe von Geoökologen kann auch sein, ein stillgelegtes Tagebaurestloch wieder in eine naturnahe Landschaft zu verwandeln oder die Neugestaltung einer Stadt zu planen. Dazu setzen sie sowohl Kenntnisse aus dem Bergbau, der Bodenkunde, der Ökologie und des Managements ein, um Lösungen zu finden, die für Mensch und Natur vertretbar sind.
Geophysiker
Wie der Name schon vermuten lässt, arbeiten Geophysiker im Bereich der Geowissenschaften und der Physik. Sie machen sich die physikalischen Eigenschaften des Erdinneren, der Atmosphäre und Gewässer zu nutze und erforschen durch verschiedene Messeinrichtungen deren Struktur und Aufbau. Geophysiker arbeiten für die Erdbebenvorhersage in erdbebengefährdeten Gebieten, Lagerstättenerkundung, als Meteorologen, Tektonophysiker (Plattentektonik) oder Ozeanographen.
Geoinformatiker
Geowissenschaftler sammeln sehr viele Daten, z.B. die räumliche Verteilung, die Häufigkeit und Stärke von Erdbeben. Diese Daten werde in sogenannten Geo-Informationssystemen gespeichert, verwaltet, ausgewertet und dargestellt. Das Werkzeug dafür ist der Computer. Geoinformatiker erstellen zum Beispiel große Geo-Datenbanken für geologische Landesämter, Bergwerke oder Wasserzweckverbände. Hier können die vielen Informationen über Wasserproben, den geologischen Untergrund, Erzgehalte etc. verarbeitet und für weiterführende Untersuchungen aufgerufen werden. Damit ist es dann auch möglich Modelle zu berechnen, die beispielsweise den Oberflächenabfluss von Starkregen für eine hochwassergefährdete Region simulieren.
Geodäten/Markscheider
Sie vermessen die Erde und bilden diese z.B. auf Karten oder in Geoinformationsystemen (GIS) ab. Wie wir wissen, ist die Erde keine Kugel, sondern ein Geoid (vergleichbar mit einer unförmigen Kartoffel). Die Aufgabe der Geodäten ist es, ihre geometrische Figur, ihr Schwerefeld und die Orientierung im Weltraum zu bestimmen. Geodäten arbeiten z.B. als Landvermesser, als Fernerkundler (Auswertung von Satellitenbildern), bei der Luft- und Raumfahrt, als Ozeanographen oder bei der Planung von Bauwerken. Ein solches Bauwerk kann zum Beispiel ein Bergwerk sein. Die untertägige Vermessung ist eine Wissenschaft für sich und wird von sogenannten Markscheidern durchgeführt. Sie sind die wichtigsten Personen in einem Bergwerksbetrieb und sind für die ständige Aktualisierung der Karten, sogenannte Risswerke, der Bewertung der Rohstoffvorkommen, die weitere Planung des Abbaus sowie für den finanziellen Haushaltsplan des Betriebes verantwortlich.
Bergingenieure/Bergleute
Bergleute betreiben den eigentlichen Abbau in einer Lagerstätte - den Bergbau. Bergbau wird übertage als auch untertage betrieben. Dabei werden z.B. Rohstoffe wie Kohle, Eisen- und Metallerze, Edelmetalle, Silber, Kupfer, Uranerze, Salze, Flussspat, Schwerspat, Kiese, Sande, Tone, Gesteine und Erden gewonnen. Erdöl und Erdgas wird meist durch Tiefbohrungen gefördert. Bergingenieure müssen geologische Erkenntnisse über die abzubauende Lagerstätte mit der jeweiligen technischen Abbaumethode vereinen um einen optimalen Gewinnungsbetrieb im Sinne von Wirtschaftlichkeit und bestmöglicher Nutzung der Rohstoffe zu gewährleisten.
Die Initiative "Wir sind überall" wird vom Netzwerk für geowissenschaftliche Öffentlichkeitsarbeit betreut und kooperiert mit
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